Die Präsidenten des SV
Wenn man bedenkt, dass sich nach über 100 Jahren die heutigen Zielvorstellungen des Vereins
in weiten Bereichen noch mit den schriftlich festgelegten Vorstellungen des Gründers decken,
wird deutlich, welch einen Weitblick Max von Stephanitz gehabt haben muss.
Der Verein für Deutsche Schäferhunde kann auf eine beispiellose Entwicklung in der gesamten
kynologischen Welt zurückblicken. Er hat zielstrebig den Deutschen Schäferhund als Gebrauchshund
gefördert und zu dem heutigen Höchststand in Zucht und Leistung und der weltweiten
Bedeutung der Rasse geführt.
Dies wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne die in den Jahrzehnten in allen Bereichen ehrenamtlich
tätigen Mitglieder, Züchter und Ausbilder und besonders die Persönlichkeiten, die
dem SV in leitender Position das Gepräge gegeben haben. Jede dieser Persönlichkeiten hat
den Verein in seiner Amtsperiode entscheidend geprägt.
Rittmeister Max von Stephanitz, Präsident von 1899 bis 1935
Die Geschichte der Rasse, die in aller Welt zum Inbegriff des Hundes wurde, ist von Anfang an
auch die Geschichte eines Mannes, der damit seine Vision Gestalt annehmen ließ: Rittmeister
Max von Stephanitz.
Mit edlen Rassehunden hatten Schäferhund-Züchter um die Jahrhundertwende so gut wie
nichts im Sinn. Gardemaß bedeutete ihnen ebenso wenig wie ein möglicher Ausstellungserfolg.
Diese rasselosen Arbeitshunde wären wohl nie in die Arenen der Hundezucht geraten,
hätte nicht der junge Adjutant Max-Emil Friedrich von Stephanitz aus Grafrath während eines
Manövers der Deutschen Kürassiere in Abwartestellung einen Schäfer bei der Arbeit beobachtet.
Fasziniert vom Temperament und den Leistungen der Hunde, festigte sich im jungen
Stephanitz eine Idee, die ihn ein Leben lang fesselte: einen Traumhund zu erschaffen, perfekt
zugeschnitten auf ein Leben als Gefährte und Helfer des Menschen.
Während seiner Karriere als königlich-preussischer Rittmeister entwarf der Hundekenner
dieses Ideal. Er fertigte einen Standard, der bis heute für den Deutschen Schäferhund Gültigkeit
hat. Und er kaufte sich für 200 Mark einen Herdengebrauchshund, den damals dreijährigen
Rüden Hektor Linksrhein von einem Herrn Sparwasser aus Frankfurt, den er auf „Horand
von Grafrath“ umtaufte. Horand gilt heute als Stammvater aller Deutschen Schäferhunde:
Mit knapp 61 cm Rückenhöhe war er groß, hatte schöne Linien und einen edel geformten Kopf.
Kaum einen Hochzuchthund gibt es heute, der seine Ahnenreihe nicht auf Horand zurückführen
kann.
Am 22. April 1899 gründete Stephanitz im Anschluss an eine
Hundeausstellung in Karlsruhe mit 13 weiteren passionierten
Gebrauchshunde-Freunden in Karlsruhe den Verein für
Deutsche Schäferhunde. Fünf Monate später, am 20.09.1899
in Frankfurt, gab sich der Verein auf seiner ersten Mitgliederversammlung
eine eigene Satzung, beschloss die Rassekennzeichen
des Deutschen Schäferhundes und legte ein eigenes
Zuchtbuch auf, dessen erste Eintragung Horand von Grafrath
war. Rittmeister Max von Stephanitz wurde erster Präsident
des Vereins: Die Geburtsstunde des Deutschen Schäferhundes
hatte geschlagen!
Voller Energie begann Stephanitz damit, aus der bunt gemischten
Gesellschaft stock-, rauh- und langhaariger Schäferhunde
die geeignete Zuchtauswahl zu treffen. Gleichzeitig wehrte er
sich gegen Versuche, der Statur oder dem Schutz vor Staupe zu-

                                          
liebe, Wölfe in die Rasse einzukreuzen. Als Grundpfeiler der deutschen Schäferhundezucht
wählte er den Württemberger und den Thüringisch-Sächsischen Hütehund. Während in
Württemberg ein größerer und kräftigerer Gebrauchshund bevorzugt wurde, fand in Mitteldeutschland
ein kleinerer Schlag mehr Anklang. Begünstigt durch die Bildung und schnelle
Ausbreitung des Vereins mischten sich beide Formen schon bald. Die Zusammenarbeit zwischen
Liebhabern, Schäfern und Fachleuten im Verein hatte sich bewährt. Das Prinzip von
einst: „Schäferhundezucht ist Gebrauchshundezucht“ gilt heute noch.
Der Mann, der vor über 100 Jahren so den Grundstock für diese einmalige Hunderasse legte,
starb am 22. April 1936 hochgeehrt, tiefbetrauert, aber zuletzt auch im Hader mit manchen
Funktionären des von ihm auf den Tag genau 37 Jahre zuvor gegründeten Vereins. Die Urne
des Max von Stephanitz wurde in der Familiengruft in Dresden beigesetzt. Sein Andenken und
sein Werk aber leben: die Deutschen Schäferhunde.
Sanitätsrat Dr. Kurt Roesebeck, Präsident von 1935 bis 1945
Auf einstimmigen Vorstandsbeschluss wurde nach dem Tod von Max von Stephanitz im Jahr
1936 dem Hannoveraner Sanitätsrat Dr. Roesebeck die Führung des Vereins anvertraut. Er galt
als ruhig und gütig. Mehr noch aber beeindruckte sein großes kynologisches Wissen und Können.
Dazu kam eine enge Verbundenheit mit dem Schäferhund, für den er sich ein Menschalter
lang eingesetzt hatte.



Unter Roesebecks Leitung hat der Verein viele Veränderungen erlebt:
manche erzwang das politische System, andere aber dienten
ganz objektiv der Verbesserung der Vereinsarbeit. Gefordert wurde
zum Beispiel eine stärkere Betonung des Gebrauchshundcharakters.
Deshalb erließ der inzwischen zur Fachschaft gewordene SV entsprechende
Bestimmungen.
Nach Kriegsende 1945 trat Roesebeck freiwillig von seinem Amt zurück,
erschöpft und wohl schon von der Krankheit geplagt, der er
wenig später erlag. Ein geordnetes Vereinsleben wieder aufzunehmen,
war ohnehin zunächst nicht möglich.
Caspar Katzmair, Präsident von 1945 bis 1956
Erst nachdem die Besatzungsmächte ihre Bestimmungen etwas lockerten, konnte der SV seine
Strukturen ordnen und die Arbeit wieder aufnehmen. Mit der Berufung von Caspar Katzmair
aus München zum Vorsitzenden im amerikanischen Sektor und der Beauftragung der Gesamtleitung
des SV wurden neue Zeichen gesetzt.




Katzmaier trat ein schweres Amt an - in einer Zeit, in der nur Arbeitswille,
äußerste Energie und größtes Einfühlungsvermögen den SV zusammenhalten
und wieder in seine Bahnen lenken konnte. Er wurde
von der amerikanischen Militärregierung beauftragt, dafür zu sorgen,
dass trotz einschneidender Tätigkeitsbeschränkungen der SV und das
Zuchtbuch erhalten bleibt. So konnte die Hauptgeschäftsstelle in
Augsburg in bescheidenem Umfang unter der Leitung von Fritz
Schaeller wieder tätig werden.
Im September 1946 fand in München die erste Hauptzuchtschau nach
dem Krieg statt und bereits im Herbst 1945 gab es wenige Monate nach Kriegsende schon
wieder die ersten Körungen, Zuchtschauen und Prüfungen. Natürlich war diese Zeit gekennzeichnet
durch mannigfache Rückschläge, so wurden auf Grund des noch immer geltenden
„Reichsleistungsgesetzes“ Deutsche Schäferhunde von den Alliierten willkürlich beschlagnahmt
und zur Bewachung wichtiger Anlagen und Depots eingesetzt.
1948 konnten trotz Kontingentierung die ersten Vereins-Mitteilungsblätter herausgegeben
werden und ab 1949 erschien wieder monatlich die SV-Zeitung. Schritt für Schritt normalisierten
sich die Zustände auch für den Verein. Im November 1947 konnte der SV wieder in allen
westlichen Besatzungszonen einschließlich West-Berlin zentral tätig werden und die Gründung
der Landesverbände, die Vorläufer unserer heutigen Landesgruppen, war dann nur noch
eine Frage der Zeit.
Was sich 1947 in der sowjetischen Besatzungszone politisch abzeichnete, wurde 1949 zur ernüchternden
Wirklichkeit: Die Ostzone trennte sich ab und der SV im Westen büßte mit einem
Schlag rund 6.000 Mitglieder ein.
Das fünfzigjährige SV-Bestehen 1949 wurde mit einer für damalige Verhältnisse großen
Hauptzuchtschau in der Gründerstadt Karlsruhe begangen und auch im Leistungsbereich
knüpfte die erste Siegerprüfung in Neu-Isenburg bei Frankfurt mit für diese Zeit beachtlichen
25 Teilnehmern an eine langjährige Vereinstradition an.
Die folgenden Jahre waren ausgefüllt damit, die innere Stabilität des SV zu festigen, das Organisationsnetz
auszubauen, die Zucht- und Körbücher nachzudrucken und die Verbindungen
zu den Diensthundhaltenden Behörden zu aktivieren. 1954 fand in Amberg (Oberpfalz) die
erste gemeinsame Bundessiegerprüfung mit den Diensthundbehörden statt, es war der Beginn
einer überaus positiven Zusammenarbeit, die bis ins Jahr 1996 in der jährlichen gemeinsamen
Meisterschaft ihren absoluten Saisonhöhepunkt im Leistungssektor fand.
Auch die Siegerschauen, die „Hauptzuchtschauen“, wie sie damals hießen, erfreuten sich zunehmender
Beliebtheit bei Ausstellern und Besuchern. Längst war der Rahmen einer Eintagesveranstaltung
nicht mehr ausreichend und man kalkulierte mit Meldezahlen zwischen 600
und 700 Hunden. Die Hauptgeschäftsstelle, noch immer in gemieteten Räumen in Augsburg
untergebracht, platzte aus allen Nähten und konnte schließlich im Dezember 1955 in eigene
Räume „Am Schnarrbrunnen 4“ umziehen.



Dr. Werner Funk, Präsident von 1956 bis 1971
Wenige Monate später, im Jahr 1956, musste der SV seinen Vorsitzenden
Caspar Katzmair zu Grabe tragen. Ihn löste Dr. Werner Funk ab,
ein Mann, der damals schon als erfolgreichster Züchter Deutscher
Schäferhunde in der Welt galt. Sein Zwinger „vom Haus Schütting“ -
auf ihn sind rund 600 Würfe eingetragen - ist mit der Entwicklungsgeschichte
der Schäferhundezucht nicht nur eng verbunden, er hat ihr
auch seinen Stempel aufgedrückt.
Anfang der sechziger Jahre haben sich Zuchtausschuss und Vorstand
wiederholt auch mit dem Problem der Hüftgelenksdysplasie (HD)
befasst, bis dann nach heftigen vereinsinternen Diskussionen im Herbst 1966 das auch heute
noch gültige HD-Bekämpfungsverfahren eingeführt wurde.



Dr. Christoph Rummel, Präsident von 1971 bis 1982
1971 stellte Dr. Werner Funk sein Amt aus Alters- und Gesundheitsgründen
zur Verfügung und schlug zu seinem Nachfolger den 2. Vorsitzenden
Dr. Christoph Rummel aus dem südhessischen Lorsch vor.
Der SV-Beirat, bestehend aus den Vorsitzenden der Landesgruppen,
folgte dem Vorschlag und wählte Dr. Rummel 1971 zum neuen SV-Präsidenten.
In die Amtszeit von Dr. Rummel und maßgeblich auf seine Initiative
zurückzuführen ist die weitere Öffnung des Vereins zum Ausland und
die Gründung der Europa-Union der Schäferhundvereine (EUSV)

1968, die 1974 zur Weltunion (WUSV) erweitert wurde. Dr. Christoph Rummel war neben
seiner Tätigkeit als Vizepräsident des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) auch
der 1. Präsident der heute über 67 Mitgliedsländer umfassenden Weltunion der Schäferhundvereine
(WUSV).
Hermann Martin, Präsident von 1982 bis 1994
Gut ein Jahrzehnt, nachdem Dr. Rummel die Bürde des SV-Präsidenten auf sich genommen
hatte, wurde der Präsidentenstab weitergegeben an den Viernheimer Rechtsanwalt Hermann
Martin.



Ihm war es vergönnt, kraft seiner Persönlichkeit, Fachkompetenz und
Führungsqualität dem Verein für Deutsche Schäferhunde in den achtziger
Jahren Richtungsweisende Reformen angedeihen zu lassen.
Seine Weitsicht und Weltoffenheit, sein enger Kontakt zur Vereinsbasis
und natürlich auch seine herausragenden züchterischen Erfolge
mit seinem Zwinger „von Arminius“ waren die Triebfeder für den ungeheuren
Aufschwung in den nun folgenden zwölf Jahren seiner
Amtszeit.
Das Erscheinungsbild des Deutschen Schäferhundes als dem Gebrauchshund
Nr. 1 weltweit hat sich gefestigt und die Mitgliederzahlen sind in dieser Zeit teilweise
bis zu 100.000 hochgeschnellt. Die Wiedervereinigung konnte 1989 dank der souveränen
Verhandlungsführung von Hermann Martin reibungslos auch im Verein vollzogen werden.
Dadurch war nicht nur der Verein wieder zusammengewachsen, sondern auch die Position des
SV als größter Rassehundzuchtverein der Welt gestärkt worden.
Symbolisiert wurde der Aufschwung des SV, der untrennbar mit dem Namen von Hermann
Martin verbunden ist, auch durch den der Neubau der Hauptgeschäftsstelle „An der Steinernen
Furt“ in Augsburg im Jahr 1989. Unter der Leitung von Dipl.-Wirtschaftsingenieur
Clemens Lux entwickelte sich die Vereinszentrale mit ihren damals fast 70 hauptamtlichen
Mitarbeiten schnell zu einem mittelständischen Managementunternehmen mit modernsten
Unternehmensstrukturen.
Aus dem Traditionsverein SV wurde durch einen inneren Reform- und Demokratisierungsprozess
ein moderner, zeitgemäßer Mitgliederverein, der sich durch zukunftsorientierte Impulse
in der großen Konkurrenz der Freizeitangebote einer am Konsumdenken orientierten Massengesellschaft
zu behaupten weiß.
1994 berief die neu geschaffene Bundesversammlung, das höchste Entscheidungsgremium
des Vereins, Hermann Martin zum Ehrenpräsidenten, nachdem er, gesundheitlich angeschlagen,
nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stand. Viel zu früh ist Hermann Martin
dann am 5. September 1996 im Alter von 59 Jahren als 6. Präsident in der Geschichte des SV
verstorben.
Peter Meßler, Präsident von 1994 bis 2002
Mit Peter Meßler aus Köln wählten die Delegierten den bisherigen Vizepräsidenten zum Nachfolger,
seine Wiederwahl erfolgte auf der Bundesversammlung im Dezember 1998 in Berlin.
Peter Meßler sah sich als 7. Präsident des SV in der Kontinuität seines Vorgängers Hermann
Martin. In seine Amtszeit fiel das 100jährige Jubiläum des SV, zu dem alle Mitglieder des SV
eine über 500 Seiten umfassende Jubiläumsausgabe der SV-Zeitung erhielten. Es war übrigens
die einzige Ausgabe der SV-Zeitung, die frei verkauft wurde.



Die Bundessiegerzuchtschau fand in diesem Jahr in Karlsruhe, der
Gründerstadt des Vereins, statt: es war eine Veranstaltung der Superlative
mit Rekord-Meldezahlen. Noch im gleichen Jahr erhielt die SV-Hauptgeschäftsstelle
das begehrte Zertifikat nach der DIN EN 9002
für ihr Qualitätsmanagement-System.
Eine der wichtigsten Neuerungen im Zuchtbereich war 1999 die Einführung
DNA-analytischer Methoden zur Identitäts-Sicherung. Damit
hat der SV als einer der ersten Zuchtvereine die Bedeutung dieser Methoden
erkannt und die molekularbiologische Abstammungssicherung
für Zuchttiere zur Pflicht gemacht. Die Einzelresultate werden in einer genetischen Datenbank
erfasst und sind für nachfolgende Abstammungsuntersuchungen jederzeit abrufbar. Auf
diese Weise kann der Züchter über den DNA-Test eindeutig die Richtigkeit der Abstammung
dem Käufer gegenüber belegen.



Wolfgang Henke, amtierender Präsident seit 2002
Ende der neunziger Jahre verschlechterten sich die gesellschaftlichen Randbedingungen für
die Hundehaltung: die Entwicklung hin zu einer freizeitorientierten Gesellschaft, die Kampfhunde-
Hysterie und die daraus resultierende „Verordnungswut“ der Länder machten auch vor
dem SV nicht halt.
Unter dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und drängender
Sachprobleme wählte die Bundesversammlung im Dezember 2002
den bisherigen Vizepräsidenten Wolfgang Henke zum neuen Präsidenten
des SV. Erstmals brach der Verein mit einer langen Tradition
und wählte einen Präsidenten, der nicht Zuchtrichter war.
Mit einer „Atmosphäre des Vertrauens“ will der neu gewählte Präsident
nach eigenen Angaben das „Wir-Gefühl“ im Verein wieder herstellen
und die Sachprobleme im Team gemeinsam lösen. Erste, viel versprechende
Schritte sind bereits gemacht.


Die Bundessiegerzuchtschau fand in diesem Jahr in Karlsruhe, der
Gründerstadt des Vereins, statt: es war eine Veranstaltung der Superlative
mit Rekord-Meldezahlen. Noch im gleichen Jahr erhielt die SV-Hauptgeschäftsstelle
das begehrte Zertifikat nach der DIN EN 9002
für ihr Qualitätsmanagement-System.
Eine der wichtigsten Neuerungen im Zuchtbereich war 1999 die Einführung
DNA-analytischer Methoden zur Identitäts-Sicherung. Damit
hat der SV als einer der ersten Zuchtvereine die Bedeutung dieser Methoden
erkannt und die molekularbiologische Abstammungssicherung
für Zuchttiere zur Pflicht gemacht. Die Einzelresultate werden in einer genetischen Datenbank
erfasst und sind für nachfolgende Abstammungsuntersuchungen jederzeit abrufbar. Auf
diese Weise kann der Züchter über den DNA-Test eindeutig die Richtigkeit der Abstammung
dem Käufer gegenüber belegen.
Wolfgang Henke, amtierender Präsident seit 2002
Ende der neunziger Jahre verschlechterten sich die gesellschaftlichen Randbedingungen für
die Hundehaltung: die Entwicklung hin zu einer freizeitorientierten Gesellschaft, die Kampfhunde-
Hysterie und die daraus resultierende „Verordnungswut“ der Länder machten auch vor
dem SV nicht halt.
Unter dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und drängender
Sachprobleme wählte die Bundesversammlung im Dezember 2002
den bisherigen Vizepräsidenten Wolfgang Henke zum neuen Präsidenten
des SV. Erstmals brach der Verein mit einer langen Tradition
und wählte einen Präsidenten, der nicht Zuchtrichter war.
Mit einer „Atmosphäre des Vertrauens“ will der neu gewählte Präsident
nach eigenen Angaben das „Wir-Gefühl“ im Verein wieder herstellen
und die Sachprobleme im Team gemeinsam lösen. Erste, viel versprechende
Schritte sind bereits gemacht.